Was wollt ihr eigentlich? Wir sind doch agil! (eingemauert?)

Bei ganz vielen Firmen ist die (erste) agile Transition schon ein paar Jahre her. Es gibt eine Reihe von Teams oder Abteilungen, die erfolgreich agil arbeiten, manche agile Transition hat die ganze Firma erfasst.
Die ersten Erfolge sind sichtbar, die Learnings und Stolpersteine haben wir scheinbar hinter uns gelassen. Wir sonnen uns im Erfolg. Die Kollegen werden sicherer mit den Methodiken, das tägliche Stand-up und das Refinement gehören genauso zur Firma wie die Scrum Master und Product Owner (PO), die es bereits seit ein paar Jahren gibt.
Alles gut, oder?
Und doch beschleicht einen das Gefühl, dass es besser sein könnte. Mäkelt hier bloß jemand auf hohem Niveau, der den agilen Teams die Erfolge nicht gönnt?
Was ist Ihre Meinung dazu? Vermutlich differiert die je nach Rolle – wir erwarten spannende Diskussionen!
Oder kennen Sie das? Die Welt ist rauer geworden. Es ist noch mehr Flexibilität gefragt, das Backlog wächst und wächst mit den vielen Anforderungen, die der geänderte Markt immer schneller fordert. Mitbewerber entwickeln scheinbar schneller und auch die Erwartungshaltung an die agilen Teams wächst. Das muss doch jetzt alles viel einfacher gehen … Einfachheit wächst nur linear, Komplexität ist nicht linear. Ist Komplexität die Inversion von Einfachheit? Wir gehen der Sache auf den Grund.
Und dann stellt man fest, dass es sich die Teams teilweise in einer agilen Komfortzone bequem gemacht haben. Wenig reflektiert, mit wenig Mut zu Neuem, mit ganz vielen Prozessen, die zeigen, wie agil man ist, aber in Wirklichkeit stellen sie nur eine Schutzmauer dar, damit sich nur noch möglichst wenig verändert.
Das sind unsere Erfahrungen, von denen wir in dieser Stunde berichten wollen. Wir möchten provozieren und zur Diskussion anregen und gemeinsam mit Ihnen in diesem Vortrag erarbeiten, ob wir nur alleine dieses Gefühl der agilen Komfortzone haben und vielleicht unseren Teams Unrecht tun.
Wer ist in der Komfortzone - nur die Teams? Nein, wir haben auch POs beobachtet, die sagen, „das haben wir schon immer so gemacht, weiß auch nicht, warum das nicht funktioniert …“ und Scrum Master, die keine wirkliche Macht hatten, Veränderungen auch umzusetzen, und die vom Team nicht akzeptiert wurden. Beispiele haben wir viele …
Oder haben Sie die gleichen oder ähnliche Erfahrungen gemacht?
Das wollen wir mit Ihnen in kleinen Gruppen diskutieren und erarbeiten, wie wir damit umgehen. Wir werden unsere Erfahrungen und Antworten darstellen und möchten gerne aus Ihren Erfahrungen lernen, sodass wir am Ende ein gemeinsames Bild haben.
Agilität funktioniert (bei uns) nicht? Nein, wir sind davon überzeugt, dass der agile Weg der richtige ist! Wir wollen mit Ihnen gemeinsam überlegen, wie wir den agilen Weg auch bei schwierigem Gelände sicher gehen können, und wollen gemeinsam aus den Erfahrungen lernen, um besser zu werden!
Bei einer größeren Teilnehmerzahl werden wir die Diskussionen gemeinsam im Online-Tool Mentimeter erfassen, sodass allen Teilnehmern schon während des Vortrags das Feedback aller Diskussionsgruppen zur Verfügung steht und wir im Vortrag direkt auf die Rückmeldungen eingehen können.
Bei einer kleineren Teilnehmerzahl werden wir ganz klassisch mit Flipcharts und Post-Its arbeiten.

Peter Schnell, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH

Kurt Jäger, KEGON AG

Peter Schnell, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbH
Kurt Jäger, KEGON AG

20. März 2019

10:45 - 11:30

Einsteiger

 

Peter Schnell, Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe GmbHPeter Schnell ist Dipl. Informatiker und seit 1994 in der IT-Branche tätig. Sein beruflicher Werdegang führte ihn von der IT-Projektleitung einer Versicherung über das Beratungs- und Trainingsgeschäft in die Leitung eines IT-Bereiches. Seine Schwerpunkte sind das Projektmanagement von klassischen und agilen Projekten im Banken- und Versicherungsbereich, agiles Coaching, Interims-und Personalmanagement. Er hat seine langjährige Erfahrung in eine Vielzahl von Vorträgen und Publikationen eingebracht.

Kurt Jäger arbeitet seit 40 Jahren als Software-Engineer in unterschiedlichen Software-Produkthäusern. Mehr als 10 Jahre als Entwickler, Architekt, Projektleiter, Teamleiter und Produkt-Manager bei der Software AG. Als Geschäftsfeldleiter und agiler Coach half er Kunden der andrena objects AG, agil zu werden. Seit 2013 ist er agiler Managementberater und Partner der KEGON AG. Er ist zertifizierter Scrum Master und Programm-Consultant für das Scaled Agile Framework und seit 2018 zertifizierter SAFe 4.0 Release Train Engineer (RTE).

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